Zu diesem Ergebnis gelangen die Autoren einer aktuellen Immobilientrendstudie 2011/2012 der PlanetHome AG. Immobilien sind für die meisten Deutschen seit der Eurokrise immer wichtiger geworden.
Die Autoren sehen die Ursachen vor allem in der Unsicherheit an den Aktienmärkten und in der Eurokrise. Demgegenüber verbinden die Bürger Immobilien mit Sicherheit und Stabilität.
Rund 58 Prozent der Befragten haben im Rahmen der Immobilientrendstudie in der Zeit vom 31.10.2011 bis zum 08.11.2011 angegeben, dass Immobilien in den vorangegangenen Monaten zunehmend wichtiger für sie geworden sind.
Verstärkt finanzierten die Bürger mit ihrem Geld Betongold. Dabei würden sich rund 49 Prozent der Befragten bei einem anstehenden Immobilienkauf für einen Neubau entscheiden. 39 Prozent ziehen einen Altbau oder eine Bestandsimmobilie vor. Käufer von Neubauten erwarten vor allem gute Energiewerte und kalkulierbare Risiken beim Neubau. Demgegenüber kalkulieren Käufer von Altbauten auf eine exklusive Lage und Wertsteigerungen.
Quelle: Comeback von Immobilien als Insignien für Sicherheit und Wertstabilität
Im Jahr 2010 wurden in Deutschland knapp 160.000 Wohnungen fertig gestellt. Das bedeutet zwar gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung um 2,6 Prozent, ist jedoch viel zu wenig.
„Der Wohnungsneubau liegt seit Jahren unter dem tatsächlichen Bedarf. In Deutschland müssten jährlich rund 250.000 Wohnungen neu gebaut werden. 2010 waren es jedoch lediglich 160.000, also rund 100.000 Wohnungen weniger als benötigt, um ausgewogene Mietmärkte zu gewährleisten“, kritisiert Walter Rasch, der Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen.
Quelle: BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen / Statistisches Bundesamt